Ausschreibung 2022

Mädchen experimentiert © Kinderbüro Universität Wien/APA-Fotoservice/Schedl

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) unterstützt seit 2004 Kinder- und Jugenduniversitäten in Österreich durch ein eigenes Förderprogramm. Seit heuer wird das Förderprogramm vom OeAD koordiniert. Die Ausschreibung für das Jahr 2022 ist nun gestartet, Projektanträge können von 11. Oktober 2021, 14:00 Uhr bis 6. Dezember 2021, 12:00 Uhr eingereicht werden. Insgesamt stehen knapp 1,2 Mio. Euro für Projekte zur Verfügung.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Kinder- und Jugenduniversitäten sowie Erweiterungsmodule zur "Ferienbetreuung mit wissenschaftlichem Anspruch". Da Inklusion eine wichtige Säule des Förderprogramms ist, sollen mit den Initiativen besonders Kinder und Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Schichten, mit Migrationshintergrund, mit Behinderungen und/oder aus peripheren Regionen angesprochen werden. Um Ausgrenzung und Diskriminierung vorzubeugen, werden darüber hinaus gezielt Maßnahmen und Strategien gefördert, welche das Entfaltungspotenzial aller Geschlechter fördern und Rollenstereotypen entgegenwirken. Weiteres Augenmerk liegt auf der Vermittlung von nachhaltigkeitsrelevantem Wissen.

Kinder- und Jugenduniversitäten

Kinder- und Jugenduniversitäten bieten Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Vorlesungen, Workshops, Exkursionen etc. vielfältige Möglichkeiten, in die Welt von Wissenschaft und Forschung einzutauchen. Dadurch wird einerseits Wissen spielerisch und altersgemäß vermittelt und andererseits werden Impulse für die spätere Ausbildungs- und Berufswahl gegeben.

Erweiterungsmodul "Ferienbetreuung mit wissenschaftlichem Anspruch"

Das Erweiterungsmodul „Ferienbetreuung mit wissenschaftlichem Anspruch“ umfasst die ganztägige Teilnahme von Kindern und Jugendlichen für mindestens eine und maximal neun Wochen im Rahmen der Sommerferien. Die Angebote des Erweiterungsmoduls sollen niederschwelliger sein als jene der Kinder- und Jugenduniversitäten und primär den Aspekt der „Ferienbetreuung mit wissenschaftlichem Anspruch“ in den Mittelpunkt stellen, indem sie an regionale Bedarfslagen angepasst werden.

Vertiefende Informationen zum Unterschied zwischen den Kinder- und Jugenduniversitäten und dem Erweiterungsmodul „Ferienbetreuung mit wissenschaftlichem Anspruch“ finden sie hier.

Wer kann einreichen?

Einreichen können Universitäten, Privatuniversitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, gemeinnützige Vereine, Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) sowie Einzelpersonen, die im Rahmen der geförderten Projekte mit Universitäten oder Fachhochschulen zusammenarbeiten.

Förderungswerberinnen bzw. Förderungswerber müssen entsprechende Qualifikationen in der Abwicklung von Projekten mit Kindern und Jugendlichen (Projektmanagement, didaktisch-methodische und pädagogische Referenzpunkte) nachweisen.

Wie hoch ist die Förderung?

Eine Förderung durch das BMBWF ist pro Kinder- und Jugenduniversitäts-Projekt mit maximal 30 Prozent der Gesamtkosten und einer maximalen Fördersumme von 70.000 Euro limitiert.

Für das Erweiterungsmodul „Ferienbetreuung mit wissenschaftlichem Anspruch“ kann eine zusätzliche Geldzuwendung in der Höhe von bis zu 50.000 Euro beantragt werden, die bis zu 100 Prozent der förderbaren Kosten (abzüglich geringfügiger Selbstbehalte bei den Eltern) abdeckt. Das Erweiterungsmodul steht empfehlenswerter Weise vom Gesamtumfang der Förderung gesehen in Relation zu den Kinder- und Jugenduniversitäten.

Ablauf

Förderungsansuchen sind bis 6. Dezember 2021, 12:00 Uhr in deutscher Sprache elektronisch über die Einreichplattform beim OeAD einzureichen. Ansuchen müssen geschlechtergerecht formuliert sein.

Zur Einreichplattform

Weitere Informationen

Genaue Informationen zum Förderprogramm „Kinder- und Jugenduniversitäten“ sowie zur Einreichung und den Teilnahmebedingungen sind dem Ausschreibungstext und der Sonderrichtlinie Kinder- und Jugenduniversitäten 2021–2026 zu entnehmen.

Eine Übersicht über häufig gestellte Fragen finden Sie in den FAQs zur Ausschreibung.