Mitforschen in der Natur

Blumenwiese durch Lupe betrachtet © Pixabay

Viele Citizen-Science-Projekte laden Interessierte dazu ein, Naturphänomene zu beobachten und die Daten online der Forschung zur Verfügung zu stellen. Während der Coronakrise empfiehlt es sich, die Daten im direkten Umfeld vom Fenster, dem Balkon oder im eigenen Garten zu sammeln. Aber auch kurze Spaziergänge im Freien bieten Möglichkeiten zum Mitforschen. Diese sollten nur alleine oder mit Personen, die im selben Haushalt wohnen, gemacht werden. Außerdem ist auf den Mindestabstand von einem Meter zu anderen Menschen zu achten!

Mitforschen während der Corona-Krise

Wichtig: Wir bitten alle Personen, die von der österreichischen Regierung angeordneten Maßnahmen einzuhalten und keine Risiken einzugehen. Die Gesundheit hat Vorrang!

Pilzfinder – dokumentiere Pilze

Brauner Pilz © Irmgard Greihuber

Gemeinsam mit Citizen Scientists erforscht die Österreichische Mykologische Gesellschaft seit Jahren die Diversität und Verbreitung heimischer Speise- und Giftpilze. Da sich durch die Klimaerwärmung Pilzvorkommen und Artenspektrum zunehmend verändert haben, sind die erhobenen Daten auch für den Pilzschutz äußerst wertvoll. Im Freien gefundene Pilze werden nach Anleitung fotografiert, auf der Online-Plattform www.pilzfinder.at verortet und durch Kommentare zur Umgebung ergänzt.

Zielgruppe: Sekundarstufe I und II, Lehrpersonen, Erwachsene
Tätigkeiten: Pilze entsprechend Anleitung fotografieren und auf Online-Plattform verorten
Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Kamera und Computer mit Internetanschluss

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QuestaGame – mach mit bei der Biodiversitäts-Beobachtung

Drei Mäuse schauen aus ihrem Versteck © Pixabay

Bei diesem Projekt dokumentieren Citizen Scientists Tier- und Pflanzen-Beobachtungen in ihrer näheren Umgebung. Für Schulklassen gibt es Extra-Features und Unterrichtsmaterialien. Schüler/innen sollen so viele Arten – Tiere und Pflanzen – wie möglich finden und fotografieren. Die Bilder werden zusammen mit Feldnotizen über die QuestaGame-App übermittelt und mit einem präzisen Ort getagged. Über die App können auch die Beobachtungen anderer Teilnehmender kategorisiert werden. Nach ca. 1-2 Tagen bekommen die Schüler/innen über die App Rückmeldungen von Expert/innen mit der exakten Bestimmung der Arten. Alle Beobachtungen werden in die „Global Biodiversity Facility“ – die größte Sammlung von Biodiversitäts-Beobachtungen weltweit – aufgenommen und sind wertvolles Datenmaterial für Biodiversitäts-Forschende und Umweltschutz.

Zielgruppe: alle Schulstufen, Lehrpersonen, Erwachsene
Tätigkeiten: Tier- und Pflanzenarten in der näheren Umgebung beobachten, fotografieren, bestimmen und Fotos gemeinsam mit Feldnotizen über eine App übermitteln
Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Kamera und Computer mit Internetanschluss

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naturbeobachtung.at - melde Tiere und Pflanzen

Schmetterling © pixabay

Diese Plattform ist eine gute Möglichkeit für naturbegeisterte Schülerinnen und Schüler, vom Fenster, dem eigenen Balkon, dem eigenen Garten oder bei einem kurzen Spaziergang gesichtete Tiere oder Pflanzen über einOnline-Formular zu melden und einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten. Dabei sind Fotos für die genaue Artbestimmung sehr wichtig. Die gemeldeten Beobachtungen fließen immer wieder in aktuelle Verbreitungskarten, Forschungsprojekte oder Rote Listen ein.

Zielgruppe: ab der 4. Volksschule, alle Schultypen
Tätigkeiten: beobachten, fotografieren, beschreiben, eventuell im Forum die Artenbestimmung mit Naturbeobachterinnen/ -beobachtern und Fachleuten diskutieren
Notwendige Ausstattung: Internetzugang, optional: Smartphone zum Fotografieren und für GPS-Verortung, Kamera

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KraMobil – suche Krähen im Zoo

Krähe sitzt vor einem Pinguin © Daniel Zupanc

Als typische Kulturfolger nutzen Rabenvögel menschliche Siedlungen als Aufenthaltsort und Nahrungsquelle. Im Rahmen des Projekts erforschen Citizen Scientists, welche Krähenarten im Tiergarten Schönbrunn vorkommen, wo sie sich bevorzugt aufhalten und was sie an unterschiedlichen Orten machen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Verhaltens von Krähen in menschlicher Umgebung.

Zielgruppe: alle Schulstufen, Lehrpersonen, naturinteressierte Personen
Tätigkeiten: Krähen beobachten und fotografieren und Daten über die App „KraMobil“ übermitteln Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Kamera und Computer mit Internetanschluss

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Forschen im Almtal – beobachte Graugänse, Raben und Waldrappe

Foto eines Waldrapps © Pixabay, Alexas_Fotos

Bei diesem Projekt können Besucher/innen des Cumberland Wildparks Grünau im Almtal mit Sichtmeldungen und Verhaltensbeobachtungen von Graugänsen, Raben und Waldrappen die Forschung und das Langzeit-Monitoring der Konrad Lorenz Forschungsstelle (KLF) unterstützen. Haben die Tiere Präferenzen für bestimmte Orte innerhalb des Wildparks oder bevorzugen sie die Gesellschaft von Artgenossen? Die freifliegenden Vögel der KLF sind individuell markiert, wodurch eine Unterscheidung der Individuen auch für Laien möglich ist.
Für die fleißigsten User gibt es außerdem im Rahmen der „Wildpark Challenge“ von 15. Mai bis 15. Oktober 2020  tolle Preise zu gewinnen.

Zielgruppe: alle Schulstufen, Lehrpersonen, Besucher/innen des Wildparks Grünau
Tätigkeiten: Graugänse, Raben und Waldrappe im Wildpark beobachten, identifizieren, fotografieren und die Daten über die App „Forschen im Almtal“ übermitteln
Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Tablet und die App „Forschen im Almtal“

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Bäume als Klimabotschafter – erforsche Klimawandel an Bäumen

Person fotografiert einen BAum mit dem Smartphone © Michael Brauer

Das Projekt untersucht, wie sich das Klima auf Bäume auswirkt. Citizen Scientists können mitforschen, indem sie die Blattentwicklung von ausgewählten Baumarten in Österreich beobachten und mit Hilfe einer App bestimmen, verorten und dokumentieren. Die Ergebnisse werden über die Web-App für die Mitforschenden sichtbar gemacht und sollen dazu beitragen, auch in Zukunft „klimafitte Bäume“ pflanzen zu können.

Zielgruppe: alle Schulstufen (Volksschüler/innen mit Hilfe von Erwachsenen), Lehrpersonen, naturinteressierte Personen
Tätigkeiten: Blattentwicklung von Bäumen beobachten und dokumentieren
Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Computer mit Internetanschluss

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Naturkalender - beobachte und dokumentiere Pflanzen

Knospe © Pixabay

Bei diesem Projekt werden Pflanzen in der Umgebung (aktuell vom Fenster, dem Balkon oder im eigenen Hausgarten) beobachtet und über die Naturkalender-App der ZAMG auf einer Karte eingetragen. Die gesammelten Daten sind für Klimaforschung und Pollenvorhersage von großer Bedeutung. Festgehalten wird z.B. wann Knospen aufbrechen, wann Pflanzen blühen oder Früchte tragen. Die App ermöglicht den Nutzerinnen und Nutzern auch, sich untereinander auszutauschen und Einträge zu kommentieren.

Zielgruppe: alle Schulstufen (Volksschüler/innen mit Hilfe von Erwachsenen), Lehrpersonen, naturinteressierte Personen
Tätigkeiten: Pflanzen und Tiere im eigenen Umfeld beobachten und über eine kostenlose App auf einer Karte eintragen
Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Kamera und Computer mit Internetanschluss

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ornitho.at - melde Vogelbeobachtungen

Ein Spatz auf einem Ast © Pixabay

Bei diesem Projekt sind Citizen Scientists eingeladen, Vögel in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten und über die Online-Plattform ornitho.at oder die App NaturaList zu melden. Auch Fotos und Tonaufnahmen können hochgeladen werden. Aus den übermittelten Daten werden naturschutzrelevante Erkenntnisse über die österreichische Vogelwelt gewonnen. Ähnliche Projekte gibt es in Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Italien oder Frankreich, wodurch auch länderübergreifende Vergleiche möglich sind. Neben dem Melden eigener Vogelbeobachtungen bietet ornitho.at Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit, Einblick in Meldungen von anderen Teilnehmenden zu bekommen.
Mit Inkrafttreten der Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 hat Birdlife dazu aufgerufen, Vogelbeobachtungen vom Fenster, Balkon oder im eigenen Garten durchzuführen und mit dem Code #StayHomeAndWatchOut einzumelden.

Zielgruppe: alle Schulstufen (Volksschüler mit Hilfe von Erwachsenen), Lehrpersonen, Erwachsene
Tätigkeiten: Vögel beobachten und in einem Online-Meldesystem erfassen
Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Computer mit Internetanschluss, evtl. Kamera

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GeoMaus - beobachte Mäuse, Igel und Maulwürfe in Gärten

Maus © pixabay

Das Projekt "GeoMaus" sammelt Informationen über die Verbreitung von Kleinsäugern wie Mäusen, Igeln und Maulwürfen in heimischen Gärten. Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, ihre Beobachtungen mithilfe eines Online-Formulars – am besten mit Foto – zu melden. Als Hilfestellung gibt es zwei online abrufbare Bestimmungsschlüssel, die das Identifizieren der kleinen Tiere erleichtern. Bisher ist über die Verbreitung vieler kleiner Säugetiere nur wenig bekannt, deshalb ist jede Beobachtungsmeldung für die Forschung und den Artenschutz wichtig.

Geeignet: alle Schulstufen (Volksschüler/innen mit Hilfe von Erwachsenen), Lehrkräfte und naturinteressierten Personen
Tätigkeiten: beobachten, bestimmen von Kleinsäugern (mit Literatur oder Online-Bestimmungsschlüssel)
Notwendige Ausstattung: Kamera und Internetzugang

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StadtWildTiere - beobachte Säugetiere in Wien und Umgebung

Eichhörnchen © pixabay

Im Projekt StadtWildTiere werden Beobachtungen von Säugetieren in Wien und Umgebung gesammelt und ausgewertet. Ziel ist es, mehr über das Vorkommen und die Verteilung von Wildtieren in Wien herauszufinden. Die Sichtungen von Eichhörnchen, Fuchs, Maus und Co. können über ein Eingabeformular auf der Projektseite auf einer Karte verortet werden. Fotos der beobachteten Tiere helfen bei der Bestätigung der Sichtung.

Zielgruppe: ab dem 15. Lebensjahr, alle Schultypen
Tätigkeiten: Wildtiere beobachten und fotografieren
Notwendige Ausstattung: Internetzugang, Smartphone bzw. Kamera zum Fotografieren

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Fossilfinder - sammle Kreidefossilien

Fossilie © Pixabay

Ziel des Projekts sind vollständigere Verbreitungsdaten verschiedener Fossilgruppen der Kreidezeit in den österreichischen Nördlichen Kalkalpen. Wissenschafter/innen profitieren dabei von dem Wissen über das Vorkommen verschiedener Fossilgruppen an neuen Lokalitäten und die Citizen Scientists durch eine exakte Bestimmung durch den Spezialisten. Fotodokumentation ist genauso willkommen wie aktives Sammeln von Kreidefossilien. Sehr hilfreich sind dabei auch die Schätze in den Privatsammlungen vieler Citizen Scientists. Die Funde werden in zugänglichen Datensätzen und Inventar-Datenbanken eingetragen und sollen zu einem ganzheitlichen Bild der Kreideablagerungen und deren Fossilien in Österreich führen.

Zielgruppe: alle Schulstufen (Volksschüler/innen mit Hilfe von Erwachsenen), Hobbysammlerinnen und -sammler und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 
Tätigkeiten: Fossilfunde sammeln, dokumentieren und fotografieren, berichten, beschreiben und wenn möglich bestimmen und inventarisieren
Notwendige Ausstattung: Computer mit Internetzugang

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SenseBox - baue eine Wetter- und Umweltmessstation

Kleine Wetterstation © Pixabay

Bei diesem Projekt können Teilnehmende selbst eine Wetter- und Umweltmessstation bauen. Der Bausatz dafür kann über die Projekt-Webseite gekauft werden. Für Schulen ist eine senseBox:edu als Experimentierkasten mit didaktischen Konzepten, Anleitungen und Projektideen verfügbar. Die erhobenen Daten fließen in eine für alle offene Online-Karte ein.

Zielgruppe: Sekundarstufe II, Lehrpersonen, Erwachsene
Tätigkeiten: Wetter- und Umweltmessstation bauen, Wetter- und Klimadaten erheben und über eine App übermitteln
Notwendige Ausstattung: Do-it-yourself-Baukasten für die SenseBox (kostenpflichtig), Smartphone oder Computer mit Internetanschluss zur Datenübermittlung

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CityOases – suche „coole“ Plätze

Person fotografiert Stadtbogen mit Smartphone © Oleg Magni

Durch das Projekt wird der Datenbestand zur Nutzung öffentlicher Grün- und Freiräume in Österreich verbessert. Citizen Scientists übermitteln über eine App ihre Beobachtungen und Bewertungen im Hinblick auf Fragen wie: Wo kann man am besten Sport machen? Wo gibt es kühlende Orte? Wo können Kinder am besten draußen spielen? Wie sieht es mit Lärm, Attraktivität und Ausstattung aus? Im Fotomodul können Fotos der Standorte bereitgestellt werden. Die Daten stehen über die App allen Interessierten zur Verfügung und helfen Stadtplaner/innen dabei, die Stadt noch lebenswerter zu gestalten.

Zielgruppe: alle Schulstufen, Lehrpersonen, Erwachsene
Tätigkeiten: Grün- und Freiräume bewerten und Bilder über eine App übermitteln
Notwendige Ausstattung: Smartphone oder Kamera und Computer mit Internetanschluss

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