Citizen Science Award 2018

Gruppenfoto mit allen Gewinnerinnen und Gewinnern der Citizen Science Awards 2018 © OeAD/APA-Fotoservice/Hörmandinger

Im Mai und Juni 2018 hatten Interessierte im Rahmen des Citizen Science Awards 2018 erneut die Möglichkeit, bei sechs Projekten in ganz Österreich mitzuforschen. Die engagiertesten Citizen Scientists wurden auch in diesem Jahr vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung am 12. November 2018 mit Citizen Science Awards ausgezeichnet.

Knapp 2.000 Personen forschten in diesem Jahr beim Citizen Science Award mit. Die Themen der sechs Forschungsprojekte reichten dabei von Tier- und Pflanzenbeobachtung über die Sammlung und Digitalisierung historischer Materialien bis hin zur Generierung von Fragestellungen aus der Medizin.

NEU! Citizen Science Award-Tag 2018

Erstmals gab es bereits untertags ein spannendes Programm für alle Interessierten: Im Rahmen des Citizen Science Award-Tages hatten Schulklassen und Einzelpersonen die Möglichkeit, Führungen, Workshops und Mitmachstationen zu besuchen und die Forschungseinrichtungen und deren Projekte näher kennenzulernen. Eine Programm-Übersicht gibt es hier zum Download.

Die Awards

Vom BMBWF ausgezeichnet wurden in diesem Jahr insgesamt zwölf Schulen bzw. Schulklassen und sieben Einzelpersonen. Für Einzelpersonen gab es Sachpreise, die von den Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt wurden. Schulen konnten sich über Preisgelder von bis zu 1.000,- Euro für die Klassenkassa freuen. Auch ein Sonderpreis in der Höhe von 3.000,- Euro für das kreativste Video des Mitforschens an einem der Projekte wurde wieder vergeben.

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Projekte

Topothek für Schulen

Bild von historischen Schwarz-Weiß-Fotos © Pixabay

Ziel des Projektes war die Erstellung neuer Topotheken bzw. die Erweiterung bestehender Topotheken – frei zugängliche Online-Archive – zu den Themen Ortsgeschichte, Geschichte der Schule oder Familiengeschichte. Schülerinnen und Schüler sammelten Fotos und Erinnerungsstücke, digitalisierten diese und versahen sie mit Schlagworten, Datum und Kommentaren.

Weitere Informationen

Preisträgerinnen und Preisträger

  1. Platz und 1.000,- Euro: 1B der BAFEP – Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Bischofshofen (Salzburg)
  2. Platz und 750,- Euro: 3. Wurz der NMS Schweiggers (Niederösterreich)
  3. Platz und 500,- Euro: 3B der NMS Litschau (Niederösterreich)

Forschen im Almtal

Luftansicht mit fliegenden Vögeln © K. Kotrschal

Ziel des Projektes war es, das Verhalten und die Aufenthaltsorte von Graugänsen, Kolkraben und Waldrappen im Cumberland-Wildpark im Almtal in Oberösterreich zu erforschen. Citizen Scientists sammelten mittels der App "Forschen im Almtal" Meldungen (Spots) über Rast- und Nahrungsplätze, Verhalten und Qualität der Paarbindung der drei Modell-Vogelarten im Areal des Wildparks.

Weitere Informationen

Preisträgerinnen und Preisträger

Preisträgerinnen und Preisträger in der Kategorie Schulklassen:

  1. Platz und 1.000,- Euro: 4B HAK der BBS Rohrbach (Oberösterreich)
  2. Platz und 750,- Euro: 1B der NMS Timelkam (Oberösterreich)

Preisträgerin in der Kategorie Einzelperson:

  • Martina Weingärtner

Mauersegler in Wien

Foto eines Mauerseglers © Lubomir Hlasek/www.hlasek.com

Ziel des Projektes war es, die Brutplätze der Mauersegler-Population in Wien zu identifizieren, um so nähere Informationen zur Brutbiologie der Wiener Population zu gewinnen und den Schutz der Nistplätze sicherstellen zu können. Einfluglöcher der Nistplätze sowie die Anzahl der einfliegenden Vögel wurden von Citizen Scientists in einem standarisierten Meldebogen erfasst, fotografiert und anschließend via E-Mail oder Post der Wiener Umweltschutzabteilung zugeschickt.

Weitere Informationen

Preisträgerinnen und Preisträger

  1. Preis mit 1.000,- Euro: 7B des Wiedner Gymnasiums / der Sir Karl Popper Schule (Wien)
  2. Preis mit 750,- Euro: 6C des BRG Billrothstraße (Wien)
  3. Preis mit 500,- Euro: 1 Hf der HBLVA Rosensteingasse (Wien)

Naturkalender

Traktor mäht auf einem großen Feld © LACON

Ziel des Projektes war es, Beobachtungen zum Rispenschieben des Wiesen-Knäuelgrases und der Holunderblüte im Rahmen der phänologischen Beobachtungen des Naturkalenders zu intensivieren, um eine bessere Datengrundlage für die Flexibilisierung des diesjährigen Mahdzeitpunktes von ÖPUL-Flächen und die Klimaforschung der ZAMG zu sammeln. Über die App "Naturkalender ZAMG" übermittelten die Citizen Scientists Ort und phänologische Phase der beobachteten Pflanzen sowie ein Foto.

Weitere Informationen

Preisträgerinnen und Preisträger

Preisträgerinnen und Preisträger der Kategorie Schulklassen

  1. Platz mit 1.000,- Euro: 5B des BRG Hamerlingstraße (Oberösterreich)
  2. Platz mit 750,- Euro: MMS Radstadt (Salzburg)

Preisträgern der Kategorie Einzelperson

  • Luise Losert

Faszinierende Vielfalt Hummeln

Großaufnhame einer Hummel auf einer violetten Blüte © Walter Wallner

Ziel des Projektes war es, die Verbreitung der 43 aktuell in Österreich vorkommenden Hummelarten zu erforschen, denn diese sind wichtige Bestäuber von mehreren hundert Pflanzenarten. Über die Onlineplattform des Naturschutzbundes www.naturbeobachtung.at konnten Interessierte ihre Beobachtungen melden und Fotos der Hummeln hochladen.

Weitere Informationen

Preisträgerinnen und Preisträger

Preisträgerinnen & Preisträger in der Kategorie Schulklasse

  1. Platz mit 1.000,- Euro: 2A des Fritz-Strobl-Schulzentrums

Preisträgerinnen in der Kategorie Einzelpersonen:

  • Roswitha Stetschnig
  • Maria Zacherl

Reden Sie mit!

Portrait eines Arztes mit Mundschutz © LBG

Ziel des Projektes war es, gemeinsam mit medizinischen Fachkräften und Patientinnen und Patienten neue Forschungsfragen zu Unfallverletzungen zu finden. Denn Ärztinnen oder Ärzte, Therapeutinnen oder Therapeuten, Krankenschwestern oder -pfleger, die täglich mit traumatischen Verkehrs- oder Sportverletzungen zu tun haben, wissen am besten, wie sich diese behandeln lassen. Aber auch Patientinnen und Patienten haben am eigenen Leib Erfahrungen gesammelt, die nützlich für die Forschung sein können. Welche Fragen zu Unfallverletzungen soll die Forschung aufgreifen?

Weitere Informationen

Preisträgerin und Preisträger

  1. Platz: Prof. Dr. med. Dorothea Daentzer
  2. Platz: PD Dr. Maximilian Zacherl, M.A.

Sonderpreis

Den Sonderpreis für das kreativste Video, das die Teilnahme am Citizen Science Award dokumentierte, in Höhe von 3.000,- Euro holte sich die Volksschule Wildbach. Das ausgezeichnete Video ist hier zu finden.

Preisträgerinnen und Preisträger

  • Volkschule Wildbach