PolliDiversity

Kornblume mit Schwebfliege © HBLFA Raumberg-Gumpenstein/Christina Bischof

Welche Blüte lockt welchen Bestäuber an? Welches Umfeld mögen sie und wie reagieren Bestäuber auf Veränderungen in der Landschaftsstruktur? In diesem Projekt erforschen Citizen Scientists, welche Bestäuber vier ausgewählte Pflanzen in unterschiedlich strukturierten Landschaften besuchen.

Das Projekt auf einen Blick

Dieses Projekt nimmt aktuell keine Anmeldungen mehr entgegen, da das zur Verfügung stehende Saatgut bereits aufgebraucht ist!

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ausstattung für Citizen Scientists: Ca. 4 m² Fläche im Garten oder vier größere Blumentöpfe, Kamera oder Smartphone mit Kamerafunktion, Tablet oder Computer mit Internetanschluss, Gurkenglas oder Becherlupe
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, fotografieren, dokumentieren
Zielgruppe: Schulklassen und Einzelpersonen
Zeitraum zum Mitforschen: 1. April bis Ende Juli 2021
Zeitaufwand zum Mitforschen: Einschulung (via Zoom): ca. 1/2 Tag, Standortanalyse: 30-60 Minuten, Anlegen der Blühfläche: ca. 60 Minuten, Beobachtungen im Freiland (mind. drei Mal, besser so oft wie möglich): je 15-20 Minuten, Eingabe der Daten: ca. 5 Minuten je Beobachtungszeitpunkt
Link zum Mitforschen: ClimSchool: Citizen Science Projekt "PolliDiversity"

Projektziel

Bestäuber sind für den Erhalt von Ökosystemen und die Biodiversität wichtig, da sie eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung von Pflanzen spielen. Dadurch liefern sie auch einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelproduktion. Hinsichtlich der Bestäuber-Vielfalt sind Veränderungen der landschaftlichen Strukturen in den letzten Jahrzehnten von großer Bedeutung. Da unterschiedliche Blütenformen unterschiedliche Bestäuber anlocken, wurden für dieses Projekt vier verschiedene Pflanzenarten ausgewählt. Die Citizen Scientists bekommen Saatgut für Wiesenklee, Kornblume, Klatschmohn und Leindotter zur Verfügung gestellt, mit dem sie selbst Blühflächen anpflanzen. Dieses Saatgut kann per Mail unter pollidiversity@gmail.com angefordert werden. Ziel des Projekts ist es zu erforschen, welche Bestäuber in Abhängigkeit von der jeweiligen Landschaftsstruktur in der Umgebung vorkommen.

Wie kann man mitforschen?

  1. Anlage der Blühfläche
    Citizen Scientists erhalten Saatgut für ca. 4 m² Fläche, welches im eigenen Garten oder in Töpfen ausgesät werden kann. Daher ist die Teilnahme auch ohne eigenen Garten möglich. Die Aussaat sollte im besten Fall schon im März 2021 (sobald die ersten Frühblüher sichtbar werden), aber bis spätestens Ende April 2021 erfolgen.
  2. Standortanalyse
    Da die Strukturen der Landschaft in der Umgebung in einem Umkreis von bis zu 150 m ausschlaggebend für das Vorkommen von Bestäubern sind, führen die Teilnehmenden zu Beginn des Monitorings eine Standortanalyse durch. Hierfür wird eine Anleitung in einem halbtägigen Einführungsworkshop und in einer Versuchsanleitung zur Verfügung gestellt. Der Termin für diesen Workshop kann über pollidiversity@gmail.com vereinbart werden. Bei der Standortanalyse soll vor allem darauf geachtet werden, ob es Waldränder oder (Feld-)hecken mit Totholz gibt und ob Streuobstwiesen, Magerwiesen, staudenreiche Gewässerränder oder andere Blühflächen vorhanden sind. Auch das Vorhandensein von trockenen hohlen Pflanzenstängeln, Totholz, vegetationsfreien Bodenstellen oder Insektenhotels sollte dokumentiert werden.
  3. Monitoring
    Das Monitoring sollte an möglichst vielen Tagen an drei unterschiedlichen Tageszeiten bei Tageslicht durchgeführt werden. Auch das Wetter spielt eine Rolle, da Bestäuber bei sonnigem Wetter häufiger anzutreffen sind als bei Regen oder starkem Wind. Beim Monitoring wird beobachtet, welche Bestäuber die vier ausgewählten Pflanzen besuchen. Idealerweise wird von jeder Bestäuberart bzw. -gruppe auch ein Foto gemacht, welches in einem Online-Formular hochgeladen werden kann. Der Link zu diesem Online-Formular wird nach der Anmeldung zur Teilnahme am Projekt zugesandt.
  4. Datenerfassung
    Die Datenerfassung erfolgt nach der Anmeldung zur Projektteilnahme über einen Link zu einem Online-Formular und zu einem Google-Drive-Ordner, der für jede Teilnehmerin, jeden Teilnehmer bzw. für jede Schulklasse angelegt wird. Eine genaue Anleitung dazu gibt es beim einführenden Workshop und in den Projektunterlagen. Zusätzlich werden Beobachtungsbögen zur Verfügung gestellt, welche ausgedruckt und händisch ausgefüllt werden können.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Daten liefern wertvolle Beiträge für die Erforschung der Lebensweisen von Bestäubern und fließen in die Forschungsarbeiten zum Thema an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ein.

Preise und Gewinnermittlung

Es gewinnen drei Schulklassen und drei Einzelpersonen.

Geldpreise für Schulen:

1. Platz: 1.000,- Euro
2. Platz: 750,- Euro
3. Platz: 500,- Euro

Sachpreise für Einzelpersonen:

1. Platz: Systemkamera
2. Platz: Kurzurlaub am Bauernhof für 2 Personen (2 Übernachtungen mit Frühstück)
3. Platz: Kurzurlaub am Bauernhof für 1 Person (2 Übernachtungen mit Frühstück) oder 2 Personen (1 Nacht mit Frühstück)

Ein unabhängiges Team zieht aus den fünf Schulklassen mit den meisten Beobachtungen die drei Gewinner-Klassen. Bei den Einzelpersonen werden jene mit den meisten Meldungen prämiert.

Beteiligte Einrichtung

Kontakt

Mag. Verena Mayer
Mag. Kathrin Blanzano
DI Renate Mayer