Vielfalt bewegt! Alpenverein von Jung bis Alt

Forscher und Kind beobachten Vögel © Florian Lehne

Welche Pflanzen wachsen oberhalb der Waldgrenze in den Alpen? Welche Tiere befinden sich dort? Der Alpenverein lädt dazu ein, 20 alpine Tier- und Pflanzenarten zu beobachten. Ziel ist es, Veränderungen der Lebensräume und -weisen sichtbar zu machen, um diese Arten schützen zu können.

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ausstattung für Citizen Scientists: Smartphone oder Tablet mit Kamerafunktion, aktivierter Lokalisierung und Internetzugang oder Computer und Karte. Von Vorteil: Fernglas bei Vogelbeobachtungen, Becherlupe bei Insektenbeobachtungen und Steckbriefe mit den Artmerkmalen
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, fotografieren, dokumentieren
Zielgruppe: Schulklassen und Einzelpersonen
Zeitraum zum Mitforschen: 1. April bis 9. Juli 2021
Zeitaufwand zum Mitforschen: Einmalige Anmeldung und Download der App: ca. 15 Minuten, Durchsicht der Unterlagen und der Steckbriefe: ca. 2 Stunden, Beobachtungen im Freiland auf Wanderungen: pro Beobachtung ca. 5 Minuten
Link zum Mitforschen: https://www.alpenverein.at/portal/natur-umwelt/vielfalt_bewegt/index.php

Projektziel

Der Alpenapollo, die Arnika oder der Tannenhäher – sie alle haben ihre ganz eigenen Lebensgewohnheiten und reagieren sensibel auf Klima- sowie Bewirtschaftungsänderungen in ihrem Lebensraum. Ziel dieses Biodiversitätsmonitorings oberhalb der Waldgrenze ist es, gemeinsam mehr über diese Arten herauszufinden. Bergbegeisterte und Naturliebhaberinnen und -liebhaber können dabei ihre Entdeckungen zu 20 bestimmten Tier- und Pflanzenarten melden.

Die Citizen Scientists müssen nicht alle 20 Arten beobachten, sondern können sich ihrer Lieblingsart bzw. ihren Lieblingsarten widmen. Auch Zufallsbeobachtungen sind erwünscht. Für den Erfolg des Monitorings zählt jede einzelne Beobachtung. Auch eindeutige Spuren wie Pfotenabdrücke oder verendete Tiere können gemeldet werden.

Die im Rahmen des Projekts erhobenen Langzeitdaten dienen den Forscherinnen und Forschern dazu, die durch Klimawandel und Bewirtschaftungsänderungen bedingten Auswirkungen auf die Lebensräume und Lebensgewohnheiten dieser Arten zu erkennen und gegebenenfalls Maßnahmen zu setzen.

Wie kann man mitforschen?

Nach einer einmaligen Anmeldung bzw. Registrierung wird die Beobachterin bzw. der Beobachter per Mail freigeschalten. Danach kann das Beobachten losgehen. Optional zum Webportal gibt es auch die App „Vielfalt bewegt! Alpenverein“. Diese kann kostenlos heruntergeladen werden. Um über die App mitzuforschen, muss man sich wie beim Webportal registrieren und auf die Freischaltung warten. In der App werden allerdings im Gegensatz zum Webportal die eigenen Beobachtungen nicht gespeichert. Welches Tool zum Mitforschen verwendet wird, bleibt den Citizen Scientists überlassen.

Für die Meldungen der Schulklassen legen die Lehrpersonen einen Sammelaccount an, über den gebündelt die Meldungen der Schülerinnen und Schüler abgegeben werden.

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Beiträge der Citizen Scientists werden in eine Datenbank eingetragen und auf der Webseite des Alpenvereins sichtbar gemacht. Darüber hinaus werden die Daten anonymisiert zur Auswertung an Fachinstitutionen weitergegeben.

Preise und Gewinnermittlung

Es gewinnen drei Schulklassen Geldpreise und eine Einzelperson einen "Vielfalt bewegt"-Workshop für sich und eine Begleitperson.

Geldpreise für die besten drei Schulklassen:

1. Platz: 1.000,- Euro
2. Platz: 750,- Euro
3. Platz: 500,- Euro

Prämiert werden jene Schulklassen mit den meisten Meldungen von mindestens fünf verschiedenen Arten. Bei den Einzelpersonen gewinnen jene mit den meisten Meldungen aus den 20 Arten.

Kontakt

Mag. Birgit Kantner