Wettermelden.at

Blitze nachts über einer Stadt © Daniel Loretto

Wie wirkt sich Extremwetter auf den Boden aus? Was richten Stürme, Lawinen, Hagelsteine, Muren etc. in der Umgebung an? Citizen Scientists können Forscherinnen und Forschern dabei helfen, diese Fragen zu beantworten, indem sie Daten sammeln und Beobachtungen melden. Wettergefahren und deren Auswirkungen können so in Echtzeit erfasst und Extremwetterereignisse und ihre Schäden klimatologisch besser erforscht werden.

Das Projekt auf einen Blick

Wissenschaftsbereich: Naturwissenschaften
Ausstattung für Citizen Scientists: Smartphone oder Tablet mit Kamerafunktion, aktivierter Lokalisierung und Internetzugang
Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten, fotografieren, dokumentieren
Zielgruppe: Schulklassen und Einzelpersonen
Zeitraum zum Mitforschen: 1. April bis 9. Juli 2021
Zeitaufwand zum Mitforschen: Eine Wettermeldung in der Web-App dauert ca. 30 Sekunden.
Link zum Mitforschen:www.wettermelden.at, www.trustedspotter.eu


Projektziel

Eine große Anzahl automatischer Wetterstationen kann mit hoher Genauigkeit Temperatur, Luftdruck, Windrichtung und -stärke und andere atmosphärische Größen messen. Die tatsächlichen Auswirkungen von Wetter, insbesondere von Extremwetter am Boden, wie z.B. Sturmschäden, Hagelsteine, Tornados, Lawinen, Muren oder Steinschlag, Bodenzustände und Waldbrände, können mit den automatischen Stationen jedoch nicht gemessen werden. Dazu ist weiterhin die menschliche Beobachtung nötig. Diese Meldungen über das aktuelle Wetter und dessen Auswirkungen erreichen die Meteorologinnen und Meteorologen der ZAMG in Echtzeit und helfen mit, Wetterwarnungen zu verbessern und so unmittelbare, gefährliche Folgen von Extremwetter zu vermeiden. Die Beobachtungen bilden auch die Grundlage, Extremwetterereignisse und ihre Schäden klimatologisch zu erforschen. Die Häufigkeit extremer Wetterereignisse und die Verwundbarkeit unserer Gesellschaft gegenüber Wetterschäden lassen sich mit dieser Datengrundlage präziser erfassen.

Besonders Wetterinteressierte können sich am Ausbildungsprogramm zum „Trusted Spotter Network Austria“ beteiligen.


Wie kann man mitforschen?

Mit mobilen Geräten wie Smartphone oder Tablet ist es möglich, unabhängig von Ort und Zeit Wetter zu melden: Internet und Lokalisierung aktivieren, https://www.wettermelden.at/ im Browser aufrufen und den passenden Meldeparameter wählen. Ein Foto hilft, die Auswirkungen des Wetters besser zu beschreiben. Bei Bedarf Text hinzufügen, absenden, FERTIG! Kein Download und/oder keine Installation einer App notwendig!


Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die aktuellen Wettermeldungen erreichen Vorhersagemeteorologinnen und -meteorologen in Echtzeit und helfen mit, auswirkungsbezogene Wetterprognosen und Warnungen zu verbessern. Wettermeldungen dienen weiters als Grundlage für Fallstudien sowie klimatologische und statistische Auswertungen von Extremereignissen. Alle österreichischen Wettermeldungen werden in einer nationalen ZAMG-Datenbank gespeichert und im Austausch anderen europäischen nationalen Wetterdiensten anonymisiert für Warnungen und Forschung zur Verfügung gestellt.


Preise und Gewinnermittlung

Es gewinnen drei Schulklasse Geldpreise, sowie drei Einzelpersonen und drei Trusted Spotter (je ein Sachpreis). Trusted Spotter gehören nach einem speziellen Ausbildungsprogramm, dem Trusted Spotter Network Austria an.

Geldpreise für die drei besten Schulklassen:

1. Platz: 1.000,- Euro
2. Platz: 750,- Euro
3. Platz: 500,- Euro

Prämiert werden die Schulklassen und Citizen Scientists mit der höchsten Zahl an verwertbaren Wettermeldungen innerhalb des Wettbewerbszeitraumes.


Beteiligte und unterstützende Einrichtungen


Kontakt

Mag. Thomas Krennert