Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

DI Marlene Doiber

  • 1-3 Besuche pro Jahr
  • Region: Wien und Umgebung
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule

Forschungsschwerpunkte

  • Mobilität der Zukunft: innovativ und gesamtheitlich
  • Aktive Mobilität
  • Neue Antriebsformen: Elektromobilität
  • Vielfalt (Diversität): Akzeptanz der Nutzerinnen und Nutzer
  • Raum- und Verkehrsplanung

Aktuelle Projekte

eTaxi Wien: Das Projekt „eTaxi Wien“ endet 2018 nach vier Jahren. Ziel war es, die Wiener Taxis von mit Benzin und Diesel betriebenen Fahrzeugen auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umzustellen und dabei organisatorisch sowie für den Erhalt der Förderung zu unterstützen. Im Projekt haben viele verschiedene Partnerorganisationen mitgearbeitet, um den Echtbetrieb (seit 2016) in Wien zu ermöglichen. Es wurden Schnellladestationen errichtet, häufig und intensiv mit Taxiunternehmen sowie Lenkerinnen und Lenkern gesprochen und der Kauf von Fahrzeugen mit Förderungen des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) finanziell unterstützt. Untersucht wurden die direkten, positiven Umwelteffekte, die Einbettung in das Gesamtverkehrssystem einer Stadt sowie die Sichtbarkeit für die Bevölkerung.
Das Projekt „eTaxi Wien“ wurde im Programm „E-Mobilität für alle: Urbane Elektromobilität“ durchgeführt und durch das BMVIT gefördert.
Im Rahmen des Projekts wurde ein Video zum Umgang mit einem Elektroauto, speziell für Taxilenkerinnen und Taxilenker produziert: Link zum Video
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active2work - Neue Arbeitszeitmodelle zur Ermöglichung nachhaltiger Arbeitswege: „Mangelnde Zeit“ ist einer der wichtigsten Gründe, Arbeitswege nicht „aktiv“, also mit dem Fahrrad oder zu Fuß (ev. in Kombination mit dem Öffentlichen Verkehr) sondern mit dem Auto zu bewältigen. Das individuelle Mobilitätsverhalten müsste sich wesentlich verändern, um positive Umwelteffekte und eine Entschleunigung des Verkehrssystems einer Stadt zu bewirken. Die zentrale Idee von „active2work“ ist, dass ein Teil der Mobilitätszeit, wenn der Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, in die Arbeitszeit eingerechnet wird. Dabei soll die Summe aus Arbeitszeit und Mobilitätszeit in etwa gleich sein, unabhängig davon, ob arbeitende Personen mit dem Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Mit diesem Umdenken wird erwartet, die Akzeptanz und Nutzung aktiver Verkehrsmodi wesentlich und nachhaltig zu verbessern.
Es wird daher ein „new deal“ zwischen Unternehmen und Erwerbstätigen konzipiert und die Machbarkeit überprüft. Dazu werden die notwendigen Rahmenbedingungen und Strukturen (bestehende Arbeitszeitmodelle, Wegzeiten und -längen, Akzeptanz seitens von Unternehmen etc.) aufgezeigt und der absehbare Mehrwert für Betriebe und die Gesellschaft insgesamt messbar gemacht (gesundheitliche Wirkungen, Motivation und Performance der MitarbeiterInnen, Umwelteffekte, etc.). Ein abschließender Probebetrieb mit eingebundenen Firmen dient als Möglichkeit zur Demonstration der neuen Arbeitszeitmodelle.
„active2work“ wird im Rahmen der 9. Ausschreibung „Mobilität der Zukunft“ durch das BMVIT gefördert und von den Projektpartnern tbw research und dem Institut für Verkehrswesen der Universität für Bodenkultur Wien als Sondierung durchgeführt.
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e4-share - Models for Ecological, Economical, Efficient, Electric Car-Sharing: Das Projekt „e4-share“ ist ein internationales Forschungsprojekt mit dem Ziel, einheitliche Methoden zur Planung von elektrisch betriebenen Car-Sharing Systemen zu entwickeln. Bei stationsbasierten Car-Sharing-Systemen wurden z. B. die Fragen adressiert, wo die Stationen errichtet werden sollen, wie viele Ladepunkte pro Station sinnvoll sind sowie welche Kundinnen und Kunden bedient werden können. Free-Floating Systeme ohne festen Standort (die Fahrzeuge können im Betriebsgebiet wie private PKW am Straßenrand abgestellt werden) brauchen hingegen neben einer effizienten Ladesäulenverteilung auch entsprechende Anreize, um die Wartung, das Laden der Fahrzeuge und andere notwendige Instandhaltungs-Arbeiten so effizient wie möglich zu gestalten. Als Ergebnis liefert das Projekt e4-share Lösungsbeispiele für die Standortplanung für Car-Sharing und Ladestationen sowie zahlreiche Auswertungen und Analysen, beispielsweise zur Nutzungsintensität von Fahrzeugen hinsichtlich „Pick-Up“ und Rückgabe von Fahrzeugen im System sowie zur modellierten Performance des Systems bei unterschiedlicher Größe des Betriebsgebiets. Die entwickelten Methoden für Modellierung, Optimierung und Simulation sind übertragbar und skalierbar und damit auf andere Städte aber auch Anwendungsfälle (z. B. Bike-Sharing, Ladestationen im öffentlichen Raum) anwendbar.
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Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2017: E-Mobilitätsexpertin im Lehrgang „E-Mob-Train“
  • Seit 2014: Projektleiterin bei tbw research GesmbH, Wien
    Forschung und Entwicklung sowie Projektmanagement in den Bereichen zukunftsfähige und innovative Mobilitätssysteme, Smart City, Raum- und Verkehrsplanung
  • 2017: FEMtech Expertin des Monats Juli 2017
    Mentorin im Programm „1.000 Euro statt Blumen“ des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und die FH Technikum Wien
  • 2012: Abschluss Masterstudium Raumplanung und Raumordnung, TU Wien
  • 2010-2014: Projektmitarbeiterin in der iC group, Wien
  • 2009: Abschluss Bachelorstudium Raumplanung und Raumordnung, TU Wien
  • 2008-2011: Tutorin am Fachbereich Stadt- und Regionalforschung, TU Wien
    Unterstützung der Studierenden / Lehre im Bereich Raumplanung, Geographische Informationssysteme, Statistik
Marlene Doiber

Organisation

tbw research GesmbH

Position

Mobilitätsforschung

Einsatzbereich

  • Wien

Wissenschaftsbereich

  • TECHNIK UND TECHNOLOGIE