Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Univ.-Prof. Dr. Verena Winiwarter

  • 2 Besuche pro Semester
  • Region: Wien und Umgebung
  • Anfallende Kosten für die Schule: keine in Wien, ausserhalb Wiens Rückerstattung der Fahrtkosten

Forschungsschwerpunkte

  • Umweltgeschichte der Donau, insbesondere in Wien
  • Boden und Wissen vom Boden seit der Antike
  • Altlasten und Ewigkeitskosten der industriellen Lebensweise

Aktuelle Projekte

derzeit kein laufendes Projekt

Kürzlich abgeschlossene Projekte

URBWATER - Vienna´s Urban Waterscape 1683-1918: An environmental history (gefördert durch FWF, Projektnummer P25796-G18); Institut für Soziale Ökologie, IFF Wien, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt gem. mit Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, Universität für Bodenkultur und Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen, Technische Universität Wien (Laufzeit: 10/2013 - 1/2016) Link

ENVIEDAN: Environmental History of the Viennese Danube (gefördert durch FWF); Institut für Soziale Ökologie, IFF Wien, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt gem. mit Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement, Universität für Bodenkultur (Laufzeit: 5/2010 - 12/2012) Link

How skiers´ sensations shaped Alpine valleys (gefördert durch FWF); Institut für Soziale Ökologie, IFF Wien, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Laufzeit: 3/2012 - 2/2015) Link

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Verena Winiwarter wurde am 26. Juli 1961 in Wien geboren.

Ausbildung

Sie besuchte nach der Matura von 1979-1981 die HTLBVA für technische Chemie, nach 3 Jahren Berufspraxis wurde ihr der Berufstitel Ingenieur für technische Chemie verliehen.

Ab 1986 absolvierte sie ein Studium der Geschichte und Publizistik an der Universität Wien, wo sie 1998 promoviert wurde. Mit ihrer Habilitationsschrift (Titel: „Historical Studies in Human Ecology“) am Institut für Anthropologie erhielt sie 2003 im Nominalfach „Humanökologie“ die Venia Legendi.

Beruflicher Werdegang

Von 1. 3 2007-1.3. 2018 hatte Winiwarter an der Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eine Professur für Umweltgeschichte inne, diese wurde gemeinsam mit dem ganzen Institut mit 1.3.2018 an die Universität für Bodenkultur transferiert.

Im April 2016 wurde sie zum wirklichen Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt, wo sie seitdem auch die Kommission für interdisziplinäre ökologische Studien leitet. Zuvor war sie nicht nur in etlichen Forschungsprojekten an der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur (Herta Firnberg-Stelle des FWF und APART-Stipendium der österreichischen Akademie der Wissenschaften) tätig, sondern auch in der Wissenschaftsvermittlung (z.B. Oberösterreichische Landesausstellung 1992) tätig.

Sie ist Mit-Gründerin der Europäischen Gesellschaft für Umweltgeschichte (ESEH) und war deren Präsidentin von 2001-2006 auch für die Ausrichtung von mehreren internationalen Kongressen verantwortlich.

Als Gründungsmitglied von ICEHO, dem von ihr initiierten Dachverband aller Umweltgeschichtegesellschaften war sie 2009 für den ersten Weltkongress für Umweltgeschichte verantwortlich und ist seit 2016 dessen Präsidentin. Zu ihren Funktionen zählen: Kuratoriumsmitglied des Technischen Museums Wien und des Deutschen Museums München, Mitherausgeberin der Zeitschrift GAIA.

Als Pionierin einer interdisziplinären Umweltgeschichte hat sie in den 1990er Jahren erste Modelle für die langfristige Entwicklung österreichischer Kulturlandschaften vorgelegt und sich ebenso mit der Wahrnehmung von Landschaft im touristischen Kontext beschäftigt. Sie war unter den ersten Umwelthistorikern, die diachrone Studien zu Wahrnehmung und Umgang mit Böden auf Basis historischer Quellen durchführten, und hat mit ihren Teams die methodische Basis einer langfristigen Erforschung von Gewässergeschichten gelegt, die in Arbeiten zur Donau in Wien gipfelten. Zur konzeptuellen Diskussion der Umweltgeschichte hat sie gemeinsam mit Martin Schmid Überlegungen zu „sozio-naturalen Schauplätzen“ und deren Transformation beigesteuert. Dieses Konzept findet mehr und mehr Verbreitung.

Auszeichnungen

  • Verena Winiwarter wurde vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten am 7. Januar 2014 zur „Wissenschaftlerin des Jahres 2013“ gewählt.
  • Das von ihr gemeinsam mit dem Geographen Hans-Rudolf Bork verfasste umwelthistorische Überblickswerk „Umwelt hat Geschichte. 60 Reisen durch die Zeit“ wurde 2015 von der deutschen Umweltstiftung zum Umweltbuch des Jahres gewählt, in diesem Jahr wurde ihr auch das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen. Das Buch wird 2019 als erweiterte Jubiläumsausgabe in 3. Auflage mit 6 neuen Umweltgeschichten neu aufgelegt.

Weiter Informationen zur Vorbereitung von Schulen

Weitere Infos zu bereits abgeschlossenen Projekten finden Sie hier

Verena Winiwarter

Organisation

BOKU Wien

Position

Insitut für Soziale Ökologie

Besuche

  • Burgenland
  • Niederösterreich
  • Wien

Wissenschaftsbereich

  • SOZIALWISSENSCHAFTEN