Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Dr. Ariane De Waal

  • Besuche pro Jahr: 4
  • Region: Tirol (Großraum Innsbruck)
  • Gespräche mit Schüler/innen auf Deutsch oder Englisch
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule


Forschungsschwerpunkte

  • Darstellungen von Krieg und Terrorismus in der britischen Literatur
  • Gender Studies und (Post-)Feminismus
  • Viktorianisches Zeitalter
  • Zeitgenössisches britisches Theater und Drama
  • Protestbewegungen und urbaner Raum


Aktuelle Projekte

Victorian Skin: Wissensgeschichte und Konzeptionen von Haut in der viktorianischen Literatur und Kultur: Während heute allgemein bekannt ist, dass Haut nicht undurchlässig ist und ‚atmen‘ muss, war dieses Wissen im 19. Jahrhundert relativ neu. Erst im viktorianischen Zeitalter wurden dermatologische Kenntnisse einer breiteren Masse der Bevölkerung zugängig; zu dieser Zeit wird kosmetische Hautpflege immer populärer. Die neu aufgekommene Vorstellung von einem ‚Reinigungssystem‘ der Haut diente zugleich als Modell für das Stadtbild und Sanitärsystem. Wie spiegelt sich das Wissen um Haut als permeable Körpergrenze, als größtes und wichtigstes Sinnesorgan, in der viktorianischen Literatur und Kultur wider? Dieses Projekt erforscht die Schnittstelle von Medizin-/Wissensgeschichte und literarischen/kulturellen Darstellungen von Haut im 19. Jahrhundert; es geht dabei um das sich wandelnde Verständnis von Haut als Schnittstelle und Zuschreibungsfläche für geschlechts-/klassenspezifische und rassistische Vorstellungen. Untersucht wird die Beschreibung und Darstellung von Haut in (populär-)wissenschaftlichen und literarischen Texten des viktorianischen Zeitalters.

Coming of Age in the UK: Teenager in der zeitgenössischen britischen Literatur: ‚Generation Z‘, ‚Generation Sensible‘, die ‚Facebook Generation‘, oder einfach ‚iGen‘: Es gibt nahezu so viele Begrifflichkeiten, um die Teenager von heute zu beschreiben, wie es jugendliche Befindlichkeiten gibt. Eine kritische Untersuchung aktueller Arten, Bedingungen und Problematiken des Erwachsenwerdens (‚coming of age‘) scheint beinahe unweigerlich mit einer Zustandsbeschreibung der Gesellschaft einherzugehen. Vor diesem Hintergrund erforscht das Projekt, wie Teenager in zeitgenössischer britischer Literatur und Kultur mit den Anforderungen von Rezession und Austeritätspolitik, fortschreitender Technologisierung, Klimawandel und einem neu aufflammenden Nationalismus umgehen, und welche Rückschlüsse sich daraus auf die gegenwärtige Gesellschaft ziehen lassen.

Public Performances of Breastfeeding: Protestbewegungen und Geschlechterpolitik im Londoner Stadtraum: Ausgehend von den Kontroversen um stillende Mütter, die an vermeintlich öffentlichen Orten im Londoner Stadtraum gebeten werden, die Aktivität des Stillens zu verhüllen, unterlassen oder gar der Räumlichkeiten verwiesen werden, untersucht dieses Projekt die Verschränkung von kulturellen Konstruktionen von Weiblichkeit und Mutterschaft mit den vehementen Protesten gegen die zunehmende Privatisierung des Londoner Stadtraums. These des Projekts ist, dass der als problematisch dargestellte öffentliche Akt des Stillens in besonderer Weise die zunehmend undurchschaubaren (Verhaltens-)Regeln und Besitzverhältnisse privatisierter Räume sichtbar macht. Gleichzeitig wirft das Projekt einen kritischen Blick auf den sogenannten „Lactivism“, den Protest stillender Mütter, der gesellschaftlich dominante Geschlechteridentitäten und Praktiken von Mutterschaft normalisiert.


Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2016: Universitätsassistentin (Postdoc) am Institut für Anglistik der Universität Innsbruck
  • 2014: Forschungsaufenthalt an der Queen Mary University of London
  • 2012-2016: Promotion zum britischen Post-9/11-Drama an der Ruhr-Universität Bochum, „Theatre on Terror: Subject Positions at the Home/Front of British Drama“, gefördert durch die Studienstiftung des deutschen Volkes und ausgezeichnet mit dem CDE Award 2016
  • 2012-2014: Lehrbeauftragte für Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum
  • 2010-2012: Masterstudium der Anglistik/Amerikanistik an der Ruhr-Universität Bochum und University of Oklahoma, USA
Ariane de Waal

Organisation

Universität Innsbruck

Position

Institut für Anglistik

Einsatzbereiche

  • Tirol

Wissenschaftsbereiche

  • GEISTESWISSENSCHAFTEN, KUNST UND KULTUR
  • SOZIALWISSENSCHAFTEN