Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Univ.-Prof. Dr. Heike Egner

  • 3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Kärnten
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule


Forschungsschwerpunkte

  • Sozialgeographie
  • Mensch-Umwelt-Beziehungen
  • Geographische Risiko- und Katastrophenforschung


Aktuelle Projekte

Wie können Gesellschaften aus Katastrophen lernen? „Aus Schaden wird man klug“ – dieses Sprichwort verweist darauf, dass wir unangenehme Situationen, Unglücke oder Katastrophen dafür verwenden können, um daraus zu lernen und für die nächste Situation besser vorbereitet zu sein. Viele Ereignisse zeigen jedoch, dass dies gar nicht der Fall ist – wir also nur sehr eingeschränkt lernen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie eine Gesellschaft überhaupt lernen kann. Gesellschaftliches Lernen unterscheidet sich von individuellem Lernen, aber wie genau das geht, ist noch offen. Das Thema kann an ganz verschiedenen Beispielen diskutiert werden und kann dabei auch auf aktuelle Geschehnisse eingehen.

Das Anthropozän – das neue geologische Zeitalter der Menschheit: Seit einigen Jahren wird darüber diskutiert, dass wir in einem neuen geologischen Zeitalter leben, das durch unsere menschlichen Aktivitäten geprägt ist. Wir, als Menschheit, leben demnach nicht mehr in Symbiose und in einer Art Ko-Evolution mit unserer natürlichen Umwelt, sondern gestalten sie in so großem Umfang, dass die Veränderungen zu unumkehrbaren Entwicklungen führen. Das verändert das Verhältnis von Mensch und Umwelt in ganz grundlegender Weise: Wir (Menschen) sind keine „Störfaktoren“ in der Natur mehr, vielmehr kommt unserem Handeln eine große Bedeutung zu. Welche Bedeutung hat das Anthropozän (um was geht es dabei genau)? Wie gehen wir mit dieser neuen Verantwortung um, welche Fragen stellen sich neu und in welche Zukunft laufen wir damit?

Welche Natur schützen Naturschutzgebiete und wie lässt sich eine dynamische Natur schützen? Naturschutz genießt allenthalben eine hohe Wertschätzung (solange nicht in unserer unmittelbaren Lebenswelt ein Schutzgebiet eingerichtet werden soll)! Das bedeutendste Instrument im Naturschutz sind jedoch Schutzgebiete, also konkret ausgewiesene Bereiche, in denen die Nutzung durch uns Menschen mehr oder weniger eingeschränkt ist. Dabei ist nur auf den ersten Blick klar, was geschützt werden soll – Natur eben. Auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es eben doch nicht so klar ist, was als Natur angesehen und was davon als schützenswert auserwählt wird. Daher begleitet jede Ausweisung eines Schutzgebietes auch handfeste Debatten und Auseinandersetzungen. Darüber hinaus ist die Frage offen, wie wir mit den Ideen des Denkmalschutzes (d.h. einen an einem bestimmten Ort festgelegten Zusammenhang) so etwas Dynamisches und sich Veränderndes wie Natur schützen wollen. Was tun wir, wenn uns das „Schutzgut“ z.B. aufgrund veränderter Klimabedingungen aus unseren Schutzgebietsgrenzen wegwandert?

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2012: Wissenschaftliche Leiterin des Universitätslehrgangs „Management of Protected Areas (MSc)“, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
  • Seit 2011: Institutsvorständin des Instituts für Geographie und Regionalforschung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
  • Seit 2010: Universitätsprofessorin für „Geographie und Regionalforschung“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
  • SS 2009: Dozentin am Institut für Geographie und Regionalforschung, Universität Wien
  • 2008: Gastdozentin am Institut für Geographie Universität Innsbruck
  • 2008 – 2009: Vertretung der Professur für „Angewandte Anthropogeographie“, Universität München
  • 2007 – 2008: Gastprofessorin am Institut für Geographie und Regionalforschung, Universität Wien
  • 2007: Habilitation in Geographie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • 2001: Promotion in Geographie mit „summa cum laude“, Universität Mainz
  • 1995: Magistra Artium in Publizistik
  • 1989 – 1995: Studium der Publizistik, Geographie und Politikwissenschaft, Universität Mainz


Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

www.derstandard.at/2000013710359/Was-wir-aus-einer-Katastrophe-lernen-koennen

Heike Egner

Organisation

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Position

Institut für Geographie und Regionalforschung

Einsatzbereiche

  • Kärnten
  • Wien

Wissenschaftsbereiche

  • NATURWISSENSCHAFTEN
  • SOZIALWISSENSCHAFTEN