Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Assoc. Prof. Mag. Dr. Gerit Götzenbrucker PD

  • 2 Besuche pro Jahr
  • Region: Wien
  • Keine anfallenden Kosten für die Schulen

Forschungsschwerpunkte

  • Medieninnovation und Technikfolgen
  • Einflüsse von Informations- und Kommunikationstechnologien auf private und öffentliche Kommunikation, Lebenswelten und Medien

Aktuelle Projekte

Peaceful Change“: Projekt und Arbeitsgruppe der Österreichischen Forschungsgemeinschaft zum friedlichem Wandel in Kooperation mit der Diplomatischen Akademie Wien

Die Kommunikationswissenschaft ist sehr interessiert an medial unterstützten sozialen Wandlungsprozessen. Derzeit drücken jugendliche soziale Milieus ihren Wunsch nach sozialer Veränderung in friedvollen Protestformen u.a. der Bewegung „Fridays for Future“ (FFF) aktiv aus. Sie werben in Großkundgebungen im globalen Verbund - und sogar während des Coronakrisenbedingten „Lockdowns“ mit virtuellen Protesten und Schildermeer für mehr Klima-Gerechtigkeit und ein generelles Umdenken in der Klimapolitik; respektvolles Miteinander und Anti-Diskriminierung sind Anliegen der Menschenrechtsaktivist/innen. Dieses Engagement wird jedoch nicht von allen Jugendlichen (in Wien) gleichermaßen wahrgenommen oder aktiv geteilt, eher (im Fall FFF) von bildungsbürgerlichen Milieus der oberen Mittelschicht getragen und verbinden sich nicht selbstläufig mit anderen jugendlichen Lebenswelten wie beispielsweise jener von Zugewanderten oder sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen. Diese Jugendlichen haben ihre eigenen Veränderungswünsche und werden derzeit weniger wahrgenommen, da sich der mediale Diskurs auf Prominenz (Thunberg) und Spektakel (Demonstrationen und Aktionismus) beschränkt. Das Forschungsprojekt möchte Jugendliche der FFF-Bewegung über ihre Ideen zur Bewertung ihrer klimapolitischen und nachhaltigkeitsgetriebenen Anliegen auch in anderen Jugendmilieus befragen und zur Diskussion anregen.

Wer sind diese Jugendlichen genau (welche Lebensweltexpressionen haben und teilen sie)?, Woraus beziehen sie ihre Ideologie und Handlungspraxis? Wie bewerben sie ihre „gemeinsame Sache“ auch über ihre eigene soziale Welt hinausgehend? Welche Auswirkungen hat(te) die Corona-Krise auf ihr Engagement? Jugendliche aus diversen anderen sozialen Milieus, die u.a. in Schulen und den Wiener Jugendzentren erreichbar sind, sollen über ihre eigenen Anliegen bezüglich eines notwendigen sozialen Wandels befragt werden und sich auch zu den klimabezogenen Aktivitäten der FFF äußern können.

Projektlink

"Sparkling Games" im Programm "Sparkling Science": Gemeinsam mit Schüler/innen wurde 2015 bis 2017 untersucht, inwieweit Ansätze aus dem Bereich „Game-Based Learning“ geeignet sind, Lernmethoden und Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, die die Integration von Inhalten und Fragestellungen aus dem Bereich Informatik und Gesellschaft in den Informatikunterricht und in die künstlerischen Fächer ermöglichen. Dies schließt Themen wie z.B. Copyright und Intellectual Property, Privatsphäre und Überwachung sowie Social Media und Big Data ein. Dabei entsteht ein Transfer wissenschaftlicher Kompetenzen an die teilnehmenden Schüler/innen. Es wurden Expertise im Game Design vor dem Hintergrund realweltlicher Problemstellungen, sowie sozialwissenschaftliche Methoden zur Beurteilung und Reflexion vermittelt.

Projektlink

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Gerit B. Götzenbrucker ist assoziierte Professorin und Privatdozentin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, wo sie 2006 mit dem Werk „Soziale Netzwerke in Unternehmen. Potenziale computergestützter Kommunikation in Arbeitsprozessen“ habilitierte. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Technikfolgenforschung; Soziale Netzwerk Forschung, digitale Spieleforschung und interkulturelle Kommunikationsforschung. Sie war bis 2014 Erasmuskoordinatorin, Editorial Board Member des Medien Journals, Vorstandsmitglied der ÖGK (Österreichischen Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft), von 2012 bis 2014 stellvertretende Institutsvorständin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und 2014 bis 2016 Vizedekanin für Nachwuchsförderung an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Universität Wien. Aktuell ist sie Mitglied der Doktoratstudienprogrammleitung an der Fakultät für Sozialwissenschaft an der Universität Wien.

Visuelle Kommunikation ist ein neuer Schwerpunkt und drückt sich insbesondere in Forschungsarbeiten zum Thema Körperbilder und affektiven Medienwirkungen aus. Zuletzt erschienen: Brandtner, Cornelia/Götzenbrucker, Gerit/Lobinger, Katharina/Schreiber, Maria (Hg.) (2020). Vernetzte Bilder. Visuelle Kommunikation in Sozialen Medien. Herbert von Halem.

Organisation

Universität Wien, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

realer Besuch

  • Wien

Wissenschaftsbereich

  • SOZIALWISSENSCHAFTEN