Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Mag. Christoph Hörweg

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule


Forschungsschwerpunkte

  • Spinnentiere
  • Parasiten


Aktuelle Projekte

Pseudoskorpione in Ostösterreich: Pseudoskorpione sind eine kleine Ordnung räuberischer Spinnentiere mit ca. 3.400 beschriebenen Arten weltweit. In Österreich sind 71 Arten bekannt. Aufgrund ihrer spezifischen Lebensweise in der Laubstreu, unter der Baumrinde sowie in Baumhöhlen sind Pseudoskorpione gute Indikatoren, insbesondere in totholzreichen Wäldern. Wien liegt mit einer Fläche von 415km² im Überschneidungsgebiet der pannonischen und montanen zoogeographischen Zonen. Diese Lage und der ausgedehnte Grüngürtel mit vielfältigen Lebensraumtypen des Wienerwaldes und der Donauauen bedingen eine vergleichsweise hohe Artenvielfalt der Fauna. Zunächst werden die bodenbewohnenden sowie rindenbewohnenden Pseudoskorpionarten überhaupt einmal erfasst und in weiterer Folge soll herausgefunden werden, ob spezielle Mikrohabitate von Pseudoskorpionen bevorzugt werden.

Biodiversität und Epidemiologie von Saugwürmern in Wasserschnecken: Schnecken sind Zwischenwirte von Saugwürmern, deren Endwirte Wirbeltiere sind. In einem mehrjährigen Forschungsprojekt des NHM werden Wasserschnecken und ihr Befall mit Saugwurmlarven in unterschiedlichen Lebensräumen in den Donau- und Leitha-Auen sowie im Leitha-Gebirge untersucht. Bisherige Schwerpunkte dieses Projektes sind invasive Parasiten, Badedermatitis, Wildtierparasiten, Wirtsspezifität, Epidemiologie, Synökologie, und Biodiversität. Die Kenntnis des Artenspektrums der Wirte und der Parasiten ist für all diese Fragestellungen relevant. Das Projekt soll auch das Potential der Schnecken als Krankheitsüberträger erhellen.

Wiederbelebung der Gallmilben-Sammlung von Alfred Nalepa: Alfred Nalepa (19.12.1856 - 11.12.1929) war ein österreichischer Acarologe (jemand, der sich wissenschaftlich mit Milben befasst), der zeitlebens mit Gallmilben arbeitete. Er begründete die Gallmilben-Forschung und beschrieb die meisten der europäischen Arten. Seine eindrucksvolle Sammlung mit über 1.000 Röhrchen von Milben bzw. Pflanzenresten ist schon seit Jahrzehnten eingetrocknet und erst jetzt - begründet durch die gestiegene Nachfrage nach Typenmaterial dieser Gallmilben - wurde ein Projekt gestartet, um einerseits den Status der Sammlung zu erfassen („Was ist vorhanden?“) und andererseits Möglichkeiten der Nutzung („Wie können aus dem eingetrockenten Substrat Milben gewonnen werden?“) aufzuzeigen. Finanziert wird das Projekt durch Pro Acarologia Basiliensis (PAB), koordiniert und durchgeführt von Philipp Chetverikov, Saint-Petersburg State University (Russland) in Kooperation mit dem Kurator Christoph Hörweg.


Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2007 Kurator der Spinnentiersammlung des NHM
  • Beschäftigung in diversen parasitologischen (Freiland-)Projekten
  • Studium Biologie/Zoologie


Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

www.nhm-wien.ac.at/forschung/3_zoologie_wirbellose_ohne_insekten/forschungsprojekte

Christoph Hörweg

Organisation

Naturhistorisches Museum Wien

Position

Abteilung für wirbellose Tiere ohne Insekten

Einsatzbereiche

  • Burgenland
  • Niederösterreich
  • Wien

Wissenschaftsbereich

  • NATURWISSENSCHAFTEN