Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Dr. Judith Kohlenberger

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule


Forschungsschwerpunkte

  • Erzwungene Migration, Flucht & quantitative Migrationsforschung
  • Humankapital (v.a. Bildungsniveau) und soziodemographische Charakteristika bei Fluchtbewegungen
  • Flucht, (psychische) Gesundheit und Gesundheitszugang
  • Frauen und Flucht
  • Kulturelle, soziale und politische Dimensionen der Integration von Geflüchteten in Österreich
  • Arbeitsmarktintegration
  • Werte und Einstellungen


Aktuelle Projekte

Displaced Persons in Austria Survey (DiPAS):
Der DiPAS (Displaced Persons in Austria Survey) analysiert die soziodemographischen Charakteristika der Geflüchteten, die 2015 größtenteils aus Syrien, Afghanistan und dem Irak nach Österreich gekommen sind.

Die Ergebnisse zeigen, dass die befragten Geflüchteten verglichen mit dem Durchschnitt in ihren Herkunftsländern gut gebildet sind. Die überwiegende Mehrheit der Befragten sind Muslim/inn/en und stufen ihre Religiosität im mittleren Bereich ein. Was die Einstellungen zur Geschlechtergerechtigkeit betrifft, scheinen die befragten Männer weniger traditionell eingestellt zu sein als ihre Landsleute in den Heimatländern. Aufgrund der derzeitigen Bedrohung im Heimatland hat die Mehrzahl der Befragten nicht die Absicht, zurückzukehren.
Die Ergebnisse aus DiPAS sollen als Informationsgrundlage für Einschätzungen des Integrations-potenzials geflüchteter Menschen in Österreich dienen.

Refugee Health and Integration Survey (ReHIS):
Für die bundesweite Querschnittserhebung ReHIS wurden zwischen März und Mai 2018 mehr als 500 hauptsächlich syrische, irakische und afghanische Geflüchtete in ihren Erstsprachen telefonisch befragt (CATI). Erhoben wurden dabei die psychosoziale Gesundheit und der Zugang zur Gesundheitsversorgung von geflüchteten Menschen in Österreich. Die Ergebnisse zeigen, dass geflüchtete Frauen, Menschen aus Afghanistan und junge Geflüchtete besonders stark körperlich und psychisch belastet sind. Zugangsbarrieren stellen vor allem zeitliche Erreichbarkeit, lange Wartelisten und mangelnde Informationen dar. Der Ausbau von muttersprachlichen Psychotherapieplätzen wird empfohlen.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2018: Wissenschaftliche Projektleiterin am Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuniversität Wien; daneben zahlreiche Lehraufträge an der Universität Wien und der FH Wien
  • 2016-2017: Research Scientist am Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU), Wirtschaftsuniversität Wien
  • 2014-2017: Koordinatorin des Masterprogramms “Socio-Ecological Economics and Policy” (SEEP) am Department für Sozioökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien
  • 2014: Promotion zur Dr. phil. an der Universität Wien


Weitere Forschungsprojekte

www.oeaw.ac.at/vid/research/research-projects/dipas/

https://www.oeaw.ac.at/en/vid/research/research-projects/rehis-project/

„Was wissen wir über Geflüchtete, die 2015 nach Österreich kamen?“ - DerStandard
"Flüchtlinge und Geflüchtete: Wer kam 2015 nach Österreich?" (Video) - Kepler Salon

Projektpräsentation im Rahmen der uniko-Initiative MORE Perspectives (Video)
"Syrische Süßigkeiten, afghanischer Tee und Menschen voller Geschichte" - WU Blog
"Selektion durch Migration: Höhere Bildung = Schnellere Integration?" - Blog Arbeit & Wirtschaft
"Who are the refugees that came to Austria in fall 2015?" - ROR-n
“Öffentliche Diskussion zu Migration und Asyl versachlichen“ - Der Standard

Judith Kohlenberger

Organisation

Wirtschaftsuniversität Wien

Position

Institut für Sozialpolitik

Einsatzbereich

  • Wien

Wissenschaftsbereich

  • SOZIALWISSENSCHAFTEN