Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Assoz.Prof. Dr. Thomas Lucyshyn

  • 2 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule


Forschungsschwerpunkte

  • Kunststoffverarbeitung
  • Spritzgießen
  • Compoundieren


Aktuelle Projekte

Smart@Surface – Advanced Sensors, Materials, Actuators, Reactive User Interfaces and Illumination Technologies for Smart Object Surfaces: Viele Aspekte unseres modernen Lebens drehen sich um Information und Kommunikation. Heutzutage interagiert bereits eine große Anzahl an Usern mit zahlreichen Maschinen in Form von komplexen Computer-Netzwerken. Die Zukunft wird aber nicht nur Menschen mit Maschinen kommunizieren sehen, sondern auch Alltagsobjekte werden kontinuierlich Informationen mit der Umgebung austauschen und uns im täglichen Leben unterstützen. Der Informationsaustausch erfolgt über die Oberflächen der Objekte, welche im Rahmen dieses Projekts funktionalisiert werden sollen. Das Ziel ist die (Weiter-)Entwicklung von „smarten“ Oberflächen aus verschiedenen Materialien wie Leder, Stein, Holz oder Kunststoff, welche auf externe Reize wie Berührung, Druck, Verformung oder Nähe reagieren sollen. Bisher passive Objekte sollen eine empfindliche „Haut“ erhalten, um z.B. menschliche Bewegung oder Vitalparameter wie Herz- oder Atemfrequenz zu erfassen und damit im Notfall Hilfe zu organisieren oder Krankheiten in einem frühen Stadium zu erkennen. Weitere Anwendungen sind z.B. im Zuge der Entwicklungen rund um das autonome Fahren nützlich, wie z.B. eine Sensorik im Lenkrad, die feststellt, ob der Lenker das Lenkrad berührt. Auch in Möbeln und anderen Wohnraumeinrichtungen bzw. Inneneinrichtungen von Fahrzeugen (Auto, Schiff, Flugzeug) sollen die neuen Technologien eingesetzt werden können.

Unser Beitrag zu diesem Projekt ist die Weiterentwicklung von Herstellprozessen von funktionalen Kunststoffbauteilen mit Hilfe von modernen Simulationsmethoden und Laborversuchen in enger Kooperation mit produzierenden Partnerunternehmen.

Das Konsortium des Projekts unter der Leitung von Joanneum Research (Weiz) besteht aus namhaften Forschungsinstituten und Firmenpartnern aus Österreich, Belgien, Deutschland und der Schweiz.


C-PlaNeT – Circular Plastics Network for Training: Unsere moderne Gesellschaft muss ihren Umgang mit Kunststoffen grundlegend verändern. Auf der einen Seite haben in den letzte 50 Jahren unzählige innovative Kunststofflösungen den Alltag von uns Konsumenten erleichtert: gewichtsparende Gehäuse für Consumer Electronics, Lebensmittelverpackungen für längere Haltbarkeit, Innenausstattung im Auto, mobile Kommunikation (Smartphone), Medizintechnik, Sportgeräte, nachhaltige Energiegewinnung (Photovoltaik, Windräder), Wärmedämmung, usw. Dem gegenüber steht eine zunehmende Flut an Kunststoffabfällen, welche nur zu einem geringen Anteil wiederverwertet werden und im schlimmsten Fall unkontrolliert in die Umwelt gelangen und dort enormen Schaden anrichten können („Mikroplastik“, Müllinseln im Meer, etc.).

Das kürzlich genehmigte EU-Projekt C-PlaNeT mit Start Anfang 2020 zielt auf die Ausbildung und internationale Vernetzung von 15 Doktoranden, die sich über unterschiedlichste Disziplinen von Chemie, Sozial-, Politik- und Ingenieurswissenschaften bis hin zu Produktdesign und Business Model Development erstrecken und sich gegenseitig ergänzen. Diese Doktoranden sollen in einem ganzheitlichen Ansatz ein gegenseitiges Verständnis für die komplexen Einflussfaktoren und Zusammenhänge für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für Kunststoffprodukte aufbauen und als zukünftige Experten dieses Thema in Europa vorantreiben. Dafür wurden 5 Hauptziele definiert, um Lösungsansätze für die bestehenden Probleme zu entwickeln:

1.) Entkopplung der Kunststoffe von fossilen Ressourcen

2.) Design für Zirkularität (sowohl für Produkte als auch Materialien)

3.) Einbindung von Konsumenten in eine zukünftige Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe

4.) Entwicklung von effizienten Abfall-zu-Rohstoff Recycling-Strategien

5.) Entwicklung einer allumfassenden Strategie für eine zyklische Nutzung von Kunststoffen

Unser Lehrstuhl ist Teil eines Konsortiums von hochangesehenen Forschungseinrichtungen aus Belgien, den Niederlanden, Großbritannien, Deutschland, Griechenland und Österreich. Unsere Aufgabe wird darin bestehen, die Möglichkeiten von mechanischem Recycling (anstelle von Kompostierung) von biobasierten Kunststoffen zu erforschen, und auch für diese Materialklasse eine Kreislaufwirtschaft anzustreben.


Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 1993 – 1999 Studium Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben
  • Seit 2000: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung der Montanuniversität Leoben
  • 2009: Promotion zum Dr. mont.
  • Seit 2010: Assistenzprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe Spritzgießtechnologie am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
  • Okt. 2014 – März 2015: Auslandsaufenthalt am Polymer Technology College in Slovenj Gradec ( Slowenien)
  • Seit 2015: zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Compoundieren am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
  • 2016 Habilitation zum assoziierten Professor (assoz.Prof.) für Kunststoffverarbeitung am gleichnamigen Lehrstuhl der Montanuniversität Leoben

Organisation

Montanuniversität Leoben

Position

Department Kunststofftechnik

Besuche

  • Burgenland
  • Kärnten
  • Niederösterreich
  • Oberösterreich
  • Salzburg
  • Steiermark
  • Wien

Wissenschaftsbereiche

  • NATURWISSENSCHAFTEN
  • TECHNIK UND TECHNOLOGIE