Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Dr. Annika Posautz

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Wien-Umgebung
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule

Forschungsschwerpunkte

  • Zoonosen
  • Wildtierkrankheiten
  • Amyloidose


Aktuelle Projekte

Tularämie (s.g. Hasenpest): Vorkommen, Verbreitung im Feldhasen und anderen Tieren: Tularämie, auch Hasenpest genannt, ausgelöst durch das Bakterium Francisella tularensis, gehört zu den Zoonosen (von Tier auf den Mensch (und v.v.) übertragbare Krankheiten) und verursacht europaweit ca. 1200 Krankheitsfälle im Jahr bei Menschen. Vier Subspezies sind derzeit bekannt: tularensis (die virulenteste Form), holarctica (die am weitesten verbreitete Form), mediasiatica und novicida. In Europa ist die Subspezies holarctica verbreitet. Auch wenn Österreich nicht zu den Ländern zählt, in denen diese Krankheit gehäuft vorkommt, so gibt es im Osten Österreichs Endemiegebiete. Darüber hinaus zählen die angrenzenden Länder, wie Ungarn, die Slowakei und Tschechien zu den Ländern mit der höchsten Inzidenzrate in Europa. Als Reservoir werden Nagetiere, Lagomorphen, Zecken und auch Füchse angenommen. Auf Grund dessen zählen unter anderem Jäger zu den Risikogruppen. Aber nicht nur Wildtiere stellen eine Infektionsquelle dar. So sind schon einige Fälle in Europa und auch Nord- Amerika bekannt, bei denen sich Menschen über Katzenbisse und auch über Hunde infiziert und teils auch komplizierte Pneumonien entwickelt haben.
In verschiedenen, kleinen Projekten werden unterschiedliche Tierarten auf ein Vorkommen des Krankheitserregers untersucht, um etwaige Risikobereiche (Möglichkeiten der Übertragung etc) zu definieren.

Amyloidose beim Feldhasen:
Unter dem Begriff Amyloidose fasst man Erkrankungen, bei denen es zu intra- und extrazellulären Ablagerungen von unlöslichen Proteinen kommt zusammen. Diese Ablagerungen können systemisch oder in einzelnen Organen vorkommen, und zerstören die Architektur der Organe wodurch es zu Funktionsstörungen dieser kommt. Die Amyloidosen werden, je nach beteiligtem Protein in unterschiedliche Gruppen unterteilt. Unter anderem sind das AA, AL und Aß-Amyloidose. Beispiele für diese Art der Erkrankung sind z.B. Alzheimer oder Prionenerkrankungen.

In der Veterinärmedizin ist die AA-Amyloidose die häufigste Form. Meistens entsteht sie als Folge von chronischen infektiösen und nicht-infektiösen Erkrankungen. Hierbei kommt es am häufigsten zu Ablagerungen in Leber, Niere und Milz. Außer bei Geparden ist die Amyloidose in Wildtieren nicht genauer untersucht. Auf Grund von ersten Untersuchungen im Feldhasen, konnte ein sehr unterschiedliches Vorkommen in verschiedenen Populationen festgestellt werden. Da die Ursache hierfür unbekannt ist, soll in unterschiedlichen Projekten versucht werden das Vorkommen, die Verbreitung und die Auswirkung der Erkrankung auf den Feldhasen zu klären.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 2003-2009: Studium der Veterinärmedizin, Veterinärmedizinische Universität Wien
  • 2010-2014: Doktorat am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
  • Seit 2015 Postdoc am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
Annika Posautz

Organisation

Veterinärmedizinische Universität Wien

Position

Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie

Besuch

  • Wien

Wissenschaftsbereich

  • NATURWISSENSCHAFTEN