Profile der Young Science-Botschafterinnen und -Botschafter

Assoz. Prof., Priv. Doz., DDr. Eva Untersmayr-Elsenhuber

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Oberösterreich (Linz und Umgebung), Salzburg Stadt
  • Keine anfallenden Kosten für die Schule


Forschungsschwerpunkte

  • Untersuchung von Ursachen und Risikofaktoren für Nahrungsmittelallergie, Entwicklung neuer Therapien bei Nahrungsmittelallergie


Aktuelle Projekte

Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken: Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Reaktion des Immunsystems gegen ansonsten harmlose Bestandteile aus der Nahrung. Der Darm als unser größtes Immunorgan spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Projekt „Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken“ wird durch ein Wissenschaftskommunikation-Projekt (WKP 39) des FWF – Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung finanziell unterstützt. Ziel des Projekts ist es wissenschaftlich korrekte Informationen über Nahrungsmittelallergie für alle zugänglich zu machen, unsere Forschungsergebnisse aus dem Bereich Nahrungsmittelallergie vorzustellen und neugierig auf Allergieforschung zu machen.
Altersgerechter Anknüpfungspunkt zum Thema für Schulen:Volksschulen: Spielerisch forschen und verstehen: Von unserem körpereigenen Abwehrsystem zu allergischen Erkrankungen Unterstufen und Pflichtschulen: Allergen-Kennzeichnung in aller Munde: Ein Fall für die Nahrungsmittel-Detektive
Oberstufen: Wissenschaft ist cool und spannend!

Der Einfluss von nitrierten Nahrungsproteinen auf die Nahrungsmittelallergie:
Immer mehr Patienten weltweit sind von einer Allergie gegen Nahrungsbestandteile betroffen. Man weiß heute, dass es durch Umweltverschmutzung wie Smog aber auch durch Entzündung oder den Alterungsprozess im Körper zu eine chemischen Veränderung von Eiweißstoffen, zur sogenannten Proteinnitrierung kommt. Sind Eiweißstoffe, die eine Allergie auslösen, so verändert, haben sie ein höheres Potential eine schwere allergische Reaktion auszulösen.
Wie die Forscher/innen in unserem Projekt herausgefunden haben, trifft dies auch auf Nahrungsmittel-Allergene zu, allerdings spielt hier das Milieu und die Verdauung im Magendarm-Trakt sowie der Aufbau der Eiweißstoffe eine ganz entscheidende Rolle.

Entwicklung neuer Biomarker für den Schweregrad von Nahrungsmittelallergien: Nahrungsmittelallergien sind die häufigste Ursache für die schwerste allergische Reaktion, den potentiell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Im klinischen Alltag werden Nahrungsmittelallergien nicht nur durch die IgE Bestimmung im Blut und die Hauttestung diagnostiziert, sondern auch durch die Verabreichung des fraglich Allergie-auslösenden Nahrungsbestandteiles. Es gibt jedoch keine Möglichkeit abzuschätzen, wie schwer eine allergische Reaktion bei Konsum des auslösenden Nahrungsmittels sein wird. Das Ziel dieses Projektes ist es daher einen Marker zu entwickeln, der eine Aussage über den zu erwartenden Schweregrad der allergischen Reaktion ermöglicht.


Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Eva Untersmayr studierte in Wien und Florenz Medizin, welches sie im Jahr 2002 mit der Promotion zum Dr. med. univ. abschloss. Bereits 2001 begann sie am Institut für Pathophysiologie im Rahmen ihrer Dissertation an Nahrungsmittelallergie zu forschen. Noch während ihrer Ausbildung zum Facharzt für Immunologie konnte sie sich 2007 habilitieren und ihre unabhängige Arbeitsgruppe „Gastrointestinale Immunologie“ gründen. 2011 schloss Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber ihre Facharztausbildung ab, im Jahr 2012 ihr berufsbegleitend durchgeführtes Doktoratsstudium der Naturwissenschaften an der Universität Salzburg.

Für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Nahrungsmittelallergie hat Frau Dr. Untersmayr-Elsenhuber zahlreiche Preise erhalten wie beispielsweise den Pirquet-Preis, der wichtigste Preis im Bereich der Allergieforschung der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie, den Theodor-Billroth Preis der Ärztekammer für Wien und den Wiener Wirtschaftskammerpreis 2014. Außerdem leitete und leitet Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber seit 2005 zahlreiche, kompetitiv eingeworbene Forschungsprojekte zum Thema Nahrungsmittelallergie, gastrointestinale Immunologie und Onkologie. Sie ist Mitglied in nationalen und internationalen Gremien wie den Österreichischen und Europäischen Gesellschaften für Allergolgie und Immunologie und dem Collegium Internationale Allergologicum.


Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

www.meduniwien.ac.at/nahrungsmittelallergie
www.meduniwien.ac.at/hp/nahrungsmittelallergie/infos-fuer-paedagoginnen
www.youtube.com/watch?v=AK1TXnInkCA
www.meduniwien.ac.at/hp/ipa/forschung/forschungsgruppen/untersmayr-elsenhuber-eva-gastrointestinal-immunology

Eva Untersmayr-Elsenhuber

Organisation

Medizinische Universität Wien

Position

Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung

Einsatzbereiche

  • Oberösterreich
  • Salzburg
  • Wien

Wissenschaftsbereiche

  • MEDIZIN, ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT
  • NATURWISSENSCHAFTEN